Flughafen BER: Schutz der Anwohner hat Vorrang

Veröffentlicht am 16.12.2025 in Landespolitik

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat das Verkehrsaufkommen von vor der Pandemie bislang noch nicht wieder erreicht. Umso irritierender ist es, dass Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) öffentlich bereits über eine dritte Start- und Landebahn sowie eine Aufweichung des Nachtflugverbots spricht. Der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Brandenburg für den Flughafen BER, Ludwig Scheetz, weist diese Forderungen entschieden zurück!

„Wer jetzt eine dritte Start- und Landebahn fordert, ignoriert die Realität am BER – und nimmt in Kauf, dass die Belastungen für die Menschen in Brandenburg weiter steigen. Eine zusätzliche Start- und Landebahn ist aktuell überhaupt nicht nötig. Der Fokus muss auf der wirtschaftlichen Stabilisierung, einer höheren Auslastung und besseren Continental-Verbindungen liegen.“

Scheetz kritisiert, dass aus Berlin regelmäßig neue Forderungen erhoben werden, ohne die Folgen für das Brandenburger Umland ernsthaft mitzudenken: „Berlin profitiert vom Flughafen – aber die Lärm- und Verkehrsbelastung tragen vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner in Brandenburg. Wer Partnerschaft ernst meint, handelt nicht per Interview auf Zuruf, sondern stimmt sich mit Brandenburg ab und respektiert die Interessen der Region.“

Besonders deutlich weist Scheetz den Vorstoß zurück, das Nachtflugverbot anzutasten: „Das Nachtflugverbot ist ein Kernstück des Anwohnerschutzes. Wer es aufweichen will, greift direkt in den Gesundheitsschutz der Menschen ein. Für uns ist klar: Mit der SPD-Fraktion Brandenburg wird es hier keine Abweichungen geben.“

Der BER brauche Verlässlichkeit und Vertrauen in der Region, so Scheetz weiter: „Akzeptanz entsteht durch Schutz, Transparenz und Beteiligung – nicht durch Vorstöße aus Berlin, die Vertrauen verspielen. Der BER ist ein gemeinsamer Flughafen. Deshalb erwarten wir von Berlin, dass es Verantwortung nicht nur beim Nutzen, sondern auch bei den Belastungen übernimmt.“

 

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