Fachlich kompetent, stellenweise zugespitzt, ausführlich und somit insgesamt sehr verständlich. So verteidigte Staatssekretär Rudolf Zeeb am vergangenen Donnerstagabend auf Einladung des SPD-Ortsvereins Erkner-Gosen-Neu Zittau die Notwendigkeit einer Polizeireform in Brandenburg.
Mehr als zweieinhalb Stunden sprach er über einen bei der Polizei angesichts notwendiger Einsparungen und eines statistisch nachweisbaren Rückgangs der Kriminalitätsrate unumgänglichen Stellenabbau, der dank moderner Ausstattung und einer effizienten Nutzung der vorhandenen Ressourcen auf keinen Fall zu Lasten der Sicherheit gehen soll. Während die fachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Vertretern der Polizeigewerkschaften zu einigen Detailfragen allenfalls einige sachkundige Bürger interessiert haben dürfte, veranschaulichte Staatssekretär Rudolf Zeeb u.a. die Option einer bürgernahen und effektiven Tageswache in Erkner.
In einer umfangreichen Diskussion versicherte Zeeb, dass die entsprechenden Entscheidungen erst nach Einrichtung der neuen Polizeidirektionen unter Einbeziehung aller auf der Hand liegenden Fakten getroffen werden würden. Die mehrmalige Beteuerung, dass ihm bis heute keine Streichlisten bekannt seien, dürfte indes das subjektive Befinden und dementsprechende vehemente Forderungen vieler anwesender Bürger genauso wenig beruhigt haben wie der vor kurzem veröffentlichte Rückgang von Polizeieinsätzen im Bereich der Wache Erkner. Eine breite Zustimmung bestand schließlich hinsichtlich einer bis dato unzureichenden Kommunikations- und Informationspolitik zu diesem Thema.
Dazu Marko Gührke, Vorsitzender der SPD-Ortsverein Erkner-Gosen-Neu Zittau: „Zur Stadt- Umland-Funktion Erkners gehört eine Polizeiwache, für dessen Erhalt wir uns weiter einsetzen wollen. Als wichtige betrachte ich vor allem die Zusicherung, dass die Revierpolizisten der angrenzenden Gemeinden nicht zur Disposition stehen. Auf das Angebot des Staatssekretärs, zu gegebener Zeit wieder für eine solche Informationsveranstaltung zur Verfügung zu stehen, werden wir sicher zurückkommen. In der Zwischenzeit wollen wir weiterhin unseren Beitrag für eine sachliche Information und Diskussion leisten.“