
Mit großer Mehrheit hat die Stadtverordnetenversammlung Erkner den Nachtragshaushalt 2025 beschlossen. Damit kann die Villa Lassen saniert werden. Wie im Stadtentwicklungskonzept festgeschrieben, wird das Gerhart Hauptmann Kultur- und Bildungsforum gebaut. Ein Museum, das Stadtarchiv, aber auch Veranstaltungsräume, wie zum Beispiel das Sommertheater und Räume für einen Cafe-Betrieb sind vorgesehen.
Drei entscheidender Maßnahmen haben die Finanzierung gesichert:
Erstens wurde das Bauprojekt überarbeitet, wodurch die Gesamtkosten deutlich reduziert werden konnten. Zweitens engagierten sich Fördermittelgeber noch einmal intensiv, sodass zusätzliche Mittel zugesagt wurden. Drittens hat die Stadt Erkner ihre Eigenmittel durch Umschichtungen im städtischen Haushalt um eine Million Euro erhöht – dies machte den Nachtragshaushalt notwendig.
Im Einzelnen fließen folgende Mittel:
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4.600.000 Euro stellt der Bund aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus bereit.
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2.235.494 Euro kommen vom Brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung aus dem Programm Lebendige Zentren.
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Für die Ausstellung stehen 1.293.333 Euro zur Verfügung – gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.
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Die Stadt Erkner bringt 4.881.654 Euro an Eigenmitteln auf.
Diese Finanzierungsstruktur sichert sowohl den Bau des Forums, als auch die Gestaltung der Ausstellung und der Außenanlagen.
Jörg Vogelsänger, Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter, würdigt das Projekt als beispielhaft für gelungene Zusammenarbeit: „Das ist eine großartige Gemeinschaftsleistung. Ich kenne nur wenige Projekte in Brandenburg, bei denen sich so viele Akteure mit Fördermitteln engagieren. Unser Dank gilt allen, die hierzu einen Beitrag geleitet haben.“
Auch die SPD-Fraktionsvorsitzende und Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Jana Gruber zeigt sich erfreut über die breite Zustimmung: „Die SPD-Fraktion hat einstimmig für das Gerhart-Hauptmann-Forum gestimmt. Mit der Umsetzung entsteht in Erkner ein kulturelles Zentrum von überregionaler und internationaler Bedeutung. Gleichzeitig schaffen wir neue Angebote für Kultur und Veranstaltungen – für die Bürgerinnen und Bürger in Erkner und der ganzen Region.“
Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Lothar Eysser, hebt die identitätsstiftende Wirkung hervor: „Erkner trägt mit Stolz den Titel Gerhart-Hauptmann-Stadt. Mit dem neuen Forum geben wir diesem Anspruch ein lebendiges, zukunftsweisendes Gesicht. Mit dem Beschluss ist der Weg nun endgültig frei für das Gerhart-Hauptmann-Forum – ein Ort der Begegnung, der Kultur und der Erinnerung, der Erkner über die Stadtgrenzen hinaus prägen wird.“