Erster Mai: Corona fordert Zusammenhalt

Veröffentlicht am 30.04.2020 in Allgemein

Foto: DGB
Quelle: DGB

Der 1. Mai 2020 wird in diesem Jahr ein stiller Tag werden. Die großen Demos der Gewerkschaften fallen aus. Die vielen Feiern in den größeren Städten und kleinen Gemeinden sind bereits seit Wochen abgesagt. Der Tanz in den Wonnemonat mit 1,50 Meter Abstand kaum vorstellbar.

Doch den 1.Mai als Tag der Arbeiterbewegung haben Gewerkschaften und Sozialdemokraten aus einem ganz anderen Grund erkämpft, als den der Kurzweil und Ausgelassenheit. Nicht Chillen und Relaxen ist angesagt, sondern Solidarität und Zusammenhalt.

Menschen mit kargen Löhnen, schlechten Alters- und Gesundheitsvorsorgen und einem Leben in muffigen Hinterhöfen wollten zusammenstehen für ein besseres Leben für sich und ihre Kinder.

„Am 1. Mai geht es um das Miteinander – diesmal auch im Kampf gegen das Corona-Virus und für den gesundheitlichen Schutz von Schwächeren in der Gesellschaft. Zudem setzen wir uns ein für den Erhalt von Arbeitsplätzen und gesunden wirtschaftlichen Strukturen, die sich über Jahre und Jahrzehnte entwickelt haben. Dafür hat das Land Brandenburg seit März 2020 viel getan und wird sich weiterhin nach Kräften engagieren.“ So der Landtagsabgeordnete Jörg Vogelsänger.

Denn die Wirtschaft ist weltweit auf Talfahrt: Über zehn Millionen Kurzarbeiter sind in Deutschland gemeldet, bereits 308.000 Bürger arbeitslos. Ein Ende der globalen Corona-Krise ist gegenwärtig nicht absehbar. Aber es gibt Wege zurück in den Alltag. Die Wissenschaft zeichnet ihn vor.

Doch es geht nicht nur um Konsum und Wohlstand: „Gerade die Freiheitsrechte brauchen in schwierigen Zeiten einen Schutz, so Vogelsänger. „Die notwendigen Einschränkungen und und der freiwillige Verzicht auf manche gewohnten Kontakte zu Verwandten oder Freunden widersprechen allerdings nicht unserem Grundgesetz“. Der Gesetzgeber habe hier enge Grenzen gesetzt. Eine Regierung müsse zumutbare Einschränkungen sorgfältig begründen und immer wieder auf die Verhältnismäßigkeit überprüfen. Vogelsänger: „Die große Mehrheit der Bürger hat das verstanden.“

Der 1. Mai erinnere an die notwendige Solidarität in einer demokratischen Gesellschaft. Es müsse einen vernünftigen und gerechten Ausgleich geben zwischen wirtschaftlichen Erwägungen, Arbeitnehmerrechten und gesellschaftlicher Teilhabe. „Das gelte erst recht in der gegenwärtigen alles lähmenden Pandemie. „Ein gut aufgestellter, gut organisierter und gut ausgestatteter Sozialstaat erweist sich gerade als unverzichtbar für Gesundheitsschutz, soziale Stabilität und Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, erklärte der SPD-Abgeordnete.

Es gilt jedoch auch Lehren aus dieser Krise zu ziehen: Die öffentliche Daseinsvorsorge ist auszubauen, die Digitalisierung voranzubringen und den Dienst an der Gesellschaft besser anzuerkennen. „Dazu gehören angemessene Löhne für Pflegekräfte, Kassiererinnen, Paketboten und viele andere, auf deren Arbeit wir alle mehr denn je angewiesen sind. Die Zeit von Billiglöhnen oder massenhaft unsicheren Beschäftigungsverhältnissen muss endgültig vorbei sein – auch das ist eine Lehre aus dieser Krise!“, so Vogelsänger. „Wir brauchen faire Löhne und Gehälter, unbefristete Arbeitsverträge, mehr Tarifbindung und starke Betriebsräte.“

Der 1. Mai ist der richtige Tag, um darauf hinzuweisen und dafür einzutreten – auch ohne Großkundgebungen auf den Marktplätzen.

 

Für Sie im Landtag

Jörg Vogelsänger

Wahlkreis 31: Märkisch-Oderland I/ Oder-Spree IV

Ludwig Scheetz

Wahlkreis 27: Dahme-Spreewald II/ Oder-Spree I

Corona: Telefone & Adressen

Unterbrechen auch Sie die Infektionskette!

Aktuelle Lage COVID-19 Lage im Land Brandenburg. Bitte beachten Sie die aktuellen Beschränkungen. Mit weiteren Lockerungen ist ab 15. Juni zu rechnen. Auch bei den Reisewarnungen aus dem Auswärtigen Amt gibt es Änderungen.

Die Notbremse

Bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll es regional wieder Beschränkungen geben. Bisher liegen alle Kreise und kreisfreien Städte in Brandenburg darunter.

Was tun bei COVID-19

Erkrankt? Setzen Sie sich nicht in das Wartezimmer Ihres Arztes. Gehen Sie nicht zur Notaufnahme! Rufen Sie an! Oder informieren Sie das Gesundheitsamt, das für Sie zuständig ist. Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ohne Vorwahl): 116 117

Auskünfte des Landes

Das Bürgertelefon der Landesregierung: 0331 866-5050 montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr. Keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus.
Gesundheitsministerium: Einschränkungen im Land und alle weiteren Informationen
Für Fragen und Anliegen: buergeranfragen-corona@brandenburg.de
Antworten auf häufig gestellte Fragen: www.corona.brandenburg.de.

Infos von Bund und Wissenschaft

Bundesgesundheitsministerium: Was muss ich beachten?
Bundesaußenministerium: Reisebeschränkungen
Robert Koch Institut: Daten und Informationen aus Erster Hand
Robert Koch Institut: Internationale Risikogebiete

Landkreis Oder-Spree

Infotelefon Landkreis Oder-Spree: (03366) 35-2002
Infotelefon Helios-Klinikum: (0800) 8 123 456
Beachten Sie auch das Internet des Landkreises Oder-Spree oder Ihrer Gemeinden
Fährt mein Bus, meine Bahn: Prüfen Sie den Fahrplan des VBB!

COVID-19: Aktueller Stand

Robert Koch Institut (RKI): Deutschland
Wikipedia: Pandemie - ein großer Überblick
Hopkins Universität: Internationale Entwicklung

Weitere Telefonnummern

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22
Übersicht Bürgertelefone der Landkreise und kreisfreien Städte: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/hotlines/
Hilfetelefon für Menschen mit Demenz und deren Angehörige: 0331 27346111
Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder 116 123
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016
Hilfetelefon für Kinder und Jugendlichen: 116 111