Straßen und Schienen im Raum Erkner: Bestehendes ausbauen

Veröffentlicht am 24.05.2021 in Verkehr

Die Tesla Ansiedlung ist ein großer Erfolg für unsere Region aber auch eine enorme Herausforderung. Die Entwicklung der Infrastruktur im Umfeld der Fabrik kann gegenwärtig mit dem Bauvorschritt bei Tesla nicht mithalten. Hier müssen wir besser werden. Jörg Vogelsaänger und Ludwig Scheetz, Landtagsabgeodnete in der Region und Bundestagskandidat Mathias Papendieck würden Verkehrsminister Guido Beermann deshalb zu einem Termin vor Ort herzlich willkommen heißen. Die einzelnen Posten:

Das Berliner Umland – zu dem unsere Region gehört - bietet mit seinen zahlreichen Seen, dem Spreetal und vielen Schutzgebieten seinen Bürgern eine hohe Lebensqualität. Beim Bau neuer Verkehrstrassen ist das zu berücksichtigen. Wir sehen jedoch etliche Ansatzpunkte, um dem ansteigenden Verkehr entgegenzukommen.

  • Die Friedersdorfer Chaussee ist zu „ertüchtigen“. Ihr Ausbau ist unverzichtbar.
  • Eine südliche Umgehungsstraße von Neu Zittau ist unser Auffassung nach realisierbar und deshalb umfassend zu prüfen.
  • Dazu gehört auch eine neue Anschlussstelle an der A10 in Verbindung mit der Friedersdorfer Chaussee.

Die Nutzung und der Ausbau der bestehenden Infrastruktur muss dabei höchste Priorität haben, um möglichst schnell Verbesserungen zu erreichen.

Wir begrüßen ausdrücklich die Einrichtung des halbstündlichen Haltens des RE-1 in Fangschleuse. Damit wird dieser Halt für die Bürgerinnen und Bürger noch attraktiver und könnte auch den hoch frequentierten Bahnhof Erkner entlasten.

Die Idee einer zusätzlichen Tesla-Bahn von Bad Saarow über Fürstenwalde nach Erkner mit neuen Haltepunkt in Erkner Buchhorst sollte weiter verfolgt werden.

Die Bahnanbindung von Tesla ist ein Vorteil für viele! Damit ist allerdings eine zusätzliche Belastung der Bahnstrecke Berlin - Frankfurt/Oder insbesondere durch Güterverkehr verbunden. Deshalb müssen Lärmschutzmaßnahmen in Ortslagen an der Bahntrassen verstärkt werden.

Lärmschutz und Radwege

Da auch an der A10 das Verkehrsaufkommen zunehmen wird, sind Lärmschutzwände für die Ortsteile Hohenbinde und Jägerbude (beide Erkner), sowie Burig (Neu Zittau) dringend geboten.

Der Bau des Radweges auf der Trasse der alten Poststraße von der Tesla Fabrik nach Erkner soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Eine Weiterführung zum Bahnhof Erkner ist zwingend erforderlich. Das Verkehrsministerium hat noch im 2.Quartal 2021 ein Konzept für Radschnellwege angekündigt. Die Region Erkner - Grünheide - Fürstenwalde muss dabei besonders berücksichtigt werden.

Gemeinsam wollen wir Druck machen bei diesen Projekten, welche schneller realisierbar sind, als Neubauprojekte. (JV/gu, der Beitrag wurde ergänzt)