Einen „Orientierungsrahmen zur Durchführung von Veranstaltungen“ haben eine Arbeitsgruppe von SPD-Parteivorstand und Landesverbänden erarbeitet. Das Papier ist ein Leitfaden, was bei der praktischen Durchführung verschiedener Veranstaltungsformate zu beachten ist. Der Reihe nach:
Der 1. Mai 2020 wird in diesem Jahr ein stiller Tag werden. Die großen Demos der Gewerkschaften fallen aus. Die vielen Feiern in den größeren Städten und kleinen Gemeinden sind bereits seit Wochen abgesagt. Der Tanz in den Wonnemonat mit 1,50 Meter Abstand kaum vorstellbar.
Doch den 1.Mai als Tag der Arbeiterbewegung haben Gewerkschaften und Sozialdemokraten aus einem ganz anderen Grund erkämpft, als den der Kurzweil und Ausgelassenheit. Nicht Chillen und Relaxen ist angesagt, sondern Solidarität und Zusammenhalt.
Aufgeschnappt und gelesen in einem Berliner Wohnhaus! (Foto: Nori Kouzeli)
Ein Virus legt die Welt lahm. Die Menschen verzichten auf vieles was sie lieben: Partys, Kino- oder Theaterbesuche fallen fort. Der Einkaufsbummel ist gestrichen, ebenso das spannende Fußballspiel am Sonnabend. Die Liste der Veranstaltungen, die in den nächsten drei bis vier Wochen ausfallen, wird lang und länger.
Der Verzicht auf die sozialen Kontakte ist zur Zeit die einzig wirksame Maßnahme, um die Corona-Pandemie zumindest zu verlangsamen. Das ist der Zweck einer angeordneten oder auch freiwilligen Quarantäne.
Der Rückzug aus dem öffentlichen Leben darf aber nicht zur Vereinsamung und Isolation von Verdachtsfällen und Erkrankten führen. Ganz im Gegenteil. Mitmenschlichkeit und soziales Handeln ist angesagt!
Schauen Sie nach Ihren Nachbarn, Ihren Freunden und Ihrer Familie. Fragen Sie – am besten am Telefon oder über Internetverbindungen – wie es ihnen geht und bieten Sie Ihre Hilfe an!
Das geht auch ohne direkten Kontakt: Kaufen Sie für andere mit ein, wenn Sie ohnehin in den Supermarkt gehen. Erledigen Sie die kleinen Dinge, die im Alltag so anfallen.
Lassen Sie gerade in diesen Zeiten Ihre Mitmenschen nicht alleine!
Zeigen wir unsere Solidarität, unsere zutiefst menschliche Eigenschaft für den anderen da zu sein!
Unsere Genossen der ersten Stunde haben vor 30 Jahren einen Weg beschritten, der ausgesprochen mutig war! Von dem im Herbst 1989 keiner abschätzen konnte, wohin er führen wird. Ein wirtschaftlich abgewirtschaftetes Regime mit einer vergreisten Führungsriege hielt bis zuletzt daran fest, für die Arbeiterklasse zu sprechen und handeln...
Bürgerinnen und Bürger der DDR wollten sich nicht mehr dem bedingungslosen Anspruch von SED und den Blockparteien unterordnen und nach deren Flötentönen funktionieren. Sie gründeten, zuerst noch im Verborgenen zuerst die Sozialdemokrattische Partei in der DDR (SDP), aus der dann die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) wurde, Das Ende und ein Neubeginn nach der Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) im Jahr 1946.
Eine Reise durch die Zeit: 30 Jahre Sozialdemokraten im Landkreis Oder-Spree. Wird fortgesetzt!
Manfred Stolpe ist gegangen. Sicher wird in den nächsten Tagen vieles über Manfred Stolpe geschrieben und gesagt werden. Vieles mit feierlich, betroffenem Unterton, etliches mit kritischem Hinweis, was seine Vergangenheit betraf oder hätte betreffen können. Eines wird aber in allen Ansprachen und Artikeln gemeinsam bleiben.
Manfred Stolpe war einer der Großen in der ersten Stunde im neuen Land Brandenburg. Er hat es mit seiner ruhigen und etwas distanzierten Art als Landesvater zu einem Bundesland gemacht, was wir aus dem Bild der Bundesrepublik nicht missen möchte.